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Die Geschichte Frankreichs

  • 987: Krönung von Hugo Capet, Beginn des französischen Nationalstaates.

  • Bis 16. Jh.: Kampf der französischen Krone um Ausdehnung der Königsmacht auf ganz Frankreich. Hauptgegner England, das im hohen Mittelalter den größeren Teil Frankreichs (Normandie, Südwestfrankreich) beherrschte

  • 14. Jh.: Erster Höhepunkt französischer Königsmacht (äußerlich verdeutlicht durch die Verlegung des Papstsitzes nach Avignon unter französischem Druck). Niedergang im Hundertjährigen-Krieg (1337 - 1453) gegen England und Burgund. Frühe Herausbildung eines breiten französischen Nationalgefühls (Jungfrau von Orléans 1428/1431).

  • Ende 15. Jh.: Nach dem Untergang Burgunds, Ausdehnung der Macht der Krone nach Osten (Burgund) und Südosten (Provence).

  • Um 1500: Beginn des Gegensatzes zwischen Frankreich und Habsburg, dessen Festsetzung in den Niederlanden und in Spanien als doppelte Bedrohung empfunden wird. Der Gegensatz wird auf verschiedenen Kriegsschauplätzen (Italien, Spanien, Eingreifen Frankreichs in die innerdeutschen Religionskriege bis in den Dreissigjährigen-Krieg hinein, spanischer Erbfolgekrieg) ausgetragen.

  • 1494-1516: Kriege in Italien und innerfranzösische Religionskriege (ab 1562) verhindern eine Konsolidierung des Staates, die erst ab Anfang des 17. Jahrhunderts und vor allem unter dem leitenden Minister Ludwigs XIII., Kardinal Richelieu, gelingt.

  • 1661 - 1715: Unter Ludwig XIV. ist Frankreich der bevölkerungsreichste Staat sowie die politische und kulturelle Vormacht Europas. Einverleibung des Elsass und Lothringens

  • 18. Jh.: Versuch, ein eigenes Kolonialreich zu schaffen, Niederlage gegen England in Nordamerika, Unterstützung der Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg

  • ab 1789: Die aus den Ideen der französischen Aufklärung gespeiste französische Revolution führt nicht nur zu einer einschneidenden, gesellschaftlichen Umwälzung, sondern mobilisiert auch Kräfte, die Frankreich für kurze Zeit unter Napoleon zum alles beherrschenden Faktor auf dem europäischen Kontinent werden lässt. Napoleon beendet das Heilige Römische Reich deutscher Nation (Reichsdeputationshauptschluss 1803) und führt eine territoriale Neuordnung Deutschlands herbei.

  • Ab 1814/1815: Frankreich bleibt auch nach dem Scheitern Napoleons eine der führenden, europäischen Mächte. Aufbau eines zweiten Kolonialreichs (Eroberung Algeriens 1830 - 1847), Indochinas und großer Teile Zentral-, West- und Nordafrikas im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts).

  • 1852 - 1871: Besonders unter dem Zweiten Kaiserreich (Napoleon III.) Eingreifen in die europäischen Verhältnisse (Krimkrieg gegen Russland mit England 1853/1856, Sieg über Österreich 1859 und Beitrag zur nationalen Einigung Italiens).

  • 1870/1871: Niederlage Frankreichs im deutsch-französischen Krieg, Beginn einer 75-jährigen Periode scharfer deutsch-französischer Gegensätze.

  • 1871 - 1940: Beginn der III. Republik, bis zum Ersten Weltkrieg Streben nach Wiedergewinnung des im Kriege von 1870/1871 verlorenen Elsass - Lothringens als ein bestimmendes Ziel Versailler Vertrag: Frankreich als politische und militärische Vormacht auf dem europäischen Kontinent. Gleichzeitig starke Stellung im Völkerbund. Deutsch-französische Verständigungspolitik (Briand / Stresemann, Locarno-Pakt von 1925) bleibt ohne Dauer.

  • 1940-1944: Im zweiten Weltkrieg Besetzung der nördlichen Landeshälfte und der Atlantik-Küste durch die Wehrmacht (Ende der III. Republik). Im unbesetzten Teil Herausbildung des "Etat Français" unter Marschall Pétain, Sitz Vichy. Befreiung im Sommer 1944. General de Gaulle zunächst maßgebliche politische Figur.

  • 1946 - 1958: IV. Republik Zersplitterung der politischen Kräfte in parlamentarisch bestimmtem System. Koloniale Hypothek (Indochinakrieg 1946 - 1954, Algerienkrieg, 1954 - 1962). Ansätze einer auf eine rasche europäische Integration ausgerichteten Politik (Robert Schumann, Jean Monnet). Frankreich gehört zu den Gründungsmitgliedern der UNO, der NATO, des Europarats, der Montanunion und der EWG. Scheitern der IV. Republik an der Algerien-Frage. Rückkehr de Gaulles 1958 an die Macht

  • Ab 1958: neue Verfassung (04.10.) und Beginn der V. Republik Präsidialregime mit starker Exekutive. Außenpolitisch Kurs zunehmender Unabhängigkeit (Schaffung einer unabhängigen Nuklearmacht, Austritt aus der militärischen Integration der NATO 1966, frühe diplomatische Anerkennung der VR China, Öffnung gegenüber Osteuropa). Der Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit (Elysée-Vertrag) vom 22.01.1963 begründet ein System enger Konsultationen und Zusammenarbeit; diese wird zum "Motor" der europäischen Einigung, dabei maßgeblicher Anteil Frankreichs am Ausbau der EG/EU unter den Präsidenten Giscard d'Estaing (1974 - 1981), Mitterrand (1981-1995) und Jacques Chirac (seit 1995) Die Erweiterung der EU um 10 mittelost- und südeuropäische Staaten am 1. Mai 2004 führt zu Diskussionen über die Rolle und den Einfluss Frankreichs in der EU.
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