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Die Geschichte Österreichs

  • Bis etwa 8.000 v. Chr.: Altsteinzeit - erster Nachweis der Besiedlung Österreichs
  • 800 bis 400 v. Chr.: In Keltenzeit entsteht ein erstes Königreich, Noricum, dessen Siedlungen vor allem durch Salzabbau und -handel zu Reichtum gelangen.
  • Beginn der Zeitrechnung: Die Römer erobernden grössten Teil des Landes, errichten Städte und Strassen. Die bedeutendste römische Siedlung in Österreich, Carnuntum (Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien und im heutigen Niederösterreich gelegen) blüht auf und wird sogar zur Kaiserstadt.
  • Beginn der Völkerwanderung: Der römische Einfluss schwindet in den Ländern an der Donau.
  • Ab dem 6. Jahrhundert: Bajuwaren besiedeln das Land. Um das weitere Vordringen von Slawen und Awaren aus dem Osten zu stoppen, errichtet der fränkische Herrscher Karl der Grosse um 800 n. Chr. eine Grenzmark im Gebiet des heutigen Niederösterreich.
  • Im 10. Jahrhundert: Eine Markgrafschaft östlich der Enns entseht, die dem Herzog von Baiern untersteht, und mit der Babenberger Leopold belehnt wird. Zu dieser Zeit (996) taucht erstmals der Name "Ostarrichi", der später zu "Österreich" wird, in einer Urkunde auf.
  • Die Habsburger: Etwas mehr als 100 Jahre später tritt König Rudolf I. die Herrschaft an - als erster Regent aus dem Hause Habsburg, das von da an fast 650 Jahre die Geschicke des Landes lenkt. Zentrum des Reiches ist die Wiener Hofburg. Unter den Habsburgern steigt das Land zur Großmacht auf, wird 1452 unter Friedrich III Kaiserreich. Durch geschickte Heiratspolitik sichern sich die Habsburger im 15. Jahrhundert den Einfluss auf Frankreich und werden sogar Könige von Spanien und dessen soeben gegründeten Kolonien in Übersee.
  • Türkenkriege: Die aus dem Osten vordringenden Türken sind die große Herausforderung des 16. Jahrhunderts. 1529 belagert eine osmanische Streitmacht erfolglos Wien, doch in den nächsten eineinhalb Jahrhunderten bleibt die Bedrohung akut. 1683 werden die Türken abermals zurückgeworfen und bis hinter Belgrad zurückgedrängt.
  • Barock: Die Befreiung von der Türkengefahr ist zugleich das Startsignal für eine bis dahin ungeahnte Hochblüte in Kunst und Kultur. Prachtbauten wie das Schloss Schönbrunn oder der Salzburger Dom entstehen. Unter der Regierung von Kaiserin Maria Theresia (1717-1780) werden tiefgreifende Reformen in allen Bereichen des Staates begonnen und von ihrem Sohn, Kaiser Joseph II. (1741-1790), einem aufgeklärten, liberalen Monarchen fortgesetzt.
  • 1789: Die Französische Revolution und die folgenden Machtergreifung Napoleons bringt viele Veränderungen mit sich Österreich wird in die Napoleonischen Kriege hineingezogen und wirkt 1814/15 als Gastgeber des Wiener Kongresses an der Neuordnung des Kontinents mit. Unter dem Einfluss der Revolution begegnen in Österreich Kaiser Franz I und sein Staatskanzler Metternich mit Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten und Zensur. Das Bürgertum zieht sich daraufhin in die eigenen vier Wände zurück Die Zeit des Biedermeiers bricht an. Man trifft einander in geselliger Runde im Salon - die Künste werden gepflegt.
  • 1848: Das Bürgertum stürzt Franz I. Kaiser Franz Joseph I. übernimmt die Regentschaft. Mit seiner Gattin Elisabeth, der legendären "Sisi", prägt er bis heute nachhaltig das Bild vom österreichischen Kaisertum. Der Walzerkönig Johann Strauss feiert Triumphe in aller Welt. Sigmund Freud entwickelt die Psychoanalyse.
  • Um 1900 bringt der Wiener Jugendstil einzigartige Werke hervor. Maler wie Gustav Klimt und Egon Schiele beeindrucken ebenso wie die Architekten Otto Wagner und Adolf Loos.
  • 1914: Die Spannungen im Vielvölkerstaat gipfeln in der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo, dem Auslöser des Ersten Weltkriegs. Nach Kriegsende 1918 wird Österreich zur Republik.
  • 1934: Die überaus schwierige Wirtschaftslage und innenpolitische Auseinandersetzungen sind die Gründe für einen Bürgerkrieg. Mit der Maiverfassung 1934 errichtet Bundeskanzler Engelbert Dollfuss einen autoritären Ständestaat. Im Juli des selben Jahres starten die österreichischen Nationalsozialisten einen Putschversuch, der zwar abgewehrt, bei dem jedoch Bundeskanzler Dollfuss ermordet wird.
  • 12. März 1938: Die Deutsche Wehrmacht marschiert in Österreich ein und gliedert das Land als "Ostmark" ins nationalsozialistische Deutsche Reich des Adolf Hitler ein.
  • 1945: Österreich wird als Republik wieder hergestellt, bleibt allerdings noch ein Jahrzehnt lang von den alliierten Siegermächten Grossbritannien, Frankreich, USA und der Sowjetunion besetzt.
  • 15. Mai 1955: Die Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen den Alliierten und Österreich und die Erklärung der "immerwährenden Neutralität" bringen Österreich die Unabhängigkeit wieder zurück.
  • 1956/1968: Österreich bietet Flüchtigen aus dem Ostblock nach dem Ungarnaufstandstand und dem Prager Frühling Zuflucht
  • 1995: Österreich tritt der Europäischen Union bei.
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