Krakau, "heimliche Hauptstadt" Polens, ist nach Warschau und Lodz die drittgrößte Stadt Polens und das eigentliche kulturelle Zentrum des Landes. Die Altstadt begeistert durch ihr harmonisches Ensemble aus Romanik, Jugendstil- und Renaissance-Architektur. Ihr mittelalterlicher Charakter blieb erhalten, da sie nie verändert und im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde. Der Markt mit den Tuchhallen ist einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas - zu jeder Tageszeit besucht von einem internationalen Publikum.
Auf der Ostseite des Platzes ragen die zwei markanten, unterschiedlich großen Türme der gotischen Marienkirche empor. In der Kirche ist der imposante geschnitzte Hochaltar von Veit Stoss zu bestaunen. Dieses Meisterwerk des bedeutendsten Bildhauers des ausgehenden Mittelalters ist mit 13 m Höhe und 11 m Breite der größte Flügelaltar der deutschen Spätgotik. Unweit des Marktes befindet sich die 1364 gegründete Universität, eine der ältesten Europas. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Krakau gehört natürlich der Wawel. Auf einem 25 m hohen Kalkfelsen thronen das Schloss und die Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert. Als Krönungs- und Begräbnisstätte der Großen der Nation hat der Wawel einen hohen Stellenwert in der polnischen Geschichte. Der Stadtteil Kazimierz war einst eine selbständige Stadt mit hohem, jüdischen Bevölkerungsanteil. Das ehemalige jüdische Viertel ist heute überwiegend saniert und zu einem Anziehungspunkt für Besucher geworden, jedoch wird es nicht mehr von Juden bewohnt. Hier wurden auch die Außenaufnahmen zum Film "Schindlers Liste" gedreht.
Kattowitz mit seinen knapp 350.000 Einwohnern liegt im Zentrum des Oberschlesischen Industriegebietes, das traditionell geprägt ist durch Steinkohlebergbau. Die Region hat in den vergangenen Jahren einen enormen, strukturellen Wandel erlebt, der auch mit einer enormen Verbesserung der Umweltbedingungen einher ging.
Sehenswert sind neben der modernen Innenstadt die Gebäude des Wyspanskiego-Theaters und des Schlesischen Museums.
Zu den interessantesten Vierteln von Kattowitz gehört Nikiszowiec. Die Siedlung im Südosten der Stadt entstand in zwei Etappen zwischen 1908 und 1924 für Tausende von Bergleuten. Architekten waren die Berliner Brüder Zillmann. Die roten dreigeschossigen Häuserzeilen umschließen große Innenhöfe, die heute begrünt sind. Die denkmalgeschützte Anlage zählt in Europa weit zu den am besten erhaltenen Bergarbeitersiedlungen des frühen 20. Jahrhunderts. In einem kleinen Museum wird das Leben der früheren Bewohner dokumentiert.
Polens wohl bekanntester Wintersportort liegt nördlich der Tatra. Die Stadt hat etwa 30.000 Einwohner und seinen Ursprung in einem im 17. Jahrhundert angelegten Dorf. Zakopane ist zu einem touristischen Ganzjahresziel geworden mit einer Unzahl kultureller Veranstaltungen. Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und Wandertouren ins Gebirge. Eine Seilbahn führt auf den 1.959 Meter hohen "Kasprowy Wierch".
Unter der polnischen Kleinstadt Wieliczka im Karpatenvorland, liegt das Salzbergwerk von Wieliczka, eine phantastische Kunstwelt ganz aus Salz, die von Bergleuten in Jahrhunderte langer Arbeit geschaffen wurde. Künstliche Seen und bizarr geformte Höhlen, Kapellen und Kathedralen, in denen zum Teil heute noch Messen gelesen werden, sowie lebensgroße Figuren sind in diesem "Atlantis aus Salz" zu sehen. Hier wird der Mythen- und Legendenschatz der Bergleute ebenso wie die Geschichte des Bergwerks lebendig.
Die größte Sehenswürdigkeit des Nationalparks ist eindeutig der Dunajec-Durchbruch. Der Dunajec entspringt an den Nordhängen der Tatra in einer Höhe von rund 1700 m und mündet nach 251 km in die Weichsel.
Eine Attraktion sind die von Flößern in goralischer Tracht gesteuerten Flöße für etwa 10 Personen. Die traumhaft schöne Fahrt dauert etwa zwei Stunden und führt durch den Dunajec-Durchbruch vorbei an den steil aufragenden Wänden des Pieniny-Gebirges von Sromowce Wyzne bis Szczawnica oder weiter nach Krościenko. Ein einmaliges Erlebnis!