Breslau, die Hauptstadt Niederschlesiens, ist eine der ältesten und schönsten Städte in Polen. Am Fuße des Sudetengebirges, an der Oder gelegen, gebaut zwischen zahlreichen Nebenflüssen und Kanälen liegt die Stadt einzigartig auf 12 Inseln und 112 Brücken. Aufgrund der zahlreichen Brücken und Stege wird die Stadt auch als Venedig Polens bezeichnet. Die Mauern der Stadt sprechen von einer reichen und bewegten Geschichte. Von der Zeit des frühen Mittelalters zeugt die Dominsel, die in ihrem wunderbar erhaltenen Zustand eines der schönsten in Europa existierenden Baukomplexe darstellt.
Zu den besonders sehenswerten Natursehenswürdigkeiten gehört ohne Zweifel die Bärenhöhle bei Kletno (Klessengrund), die auf dem südwestlichen Hang von Stroma (Riemerkoppe) liegt. Längste Tropfsteinhöhle in den Sudeten mit Korridoren von insgesamt ca. 3 km, die über drei Stockwerke verlaufen. Ihr Name stammt von den Knochen eines vorgeschichtlichen Bären, die man in der Höhle gefunden hat. Abwechslungsreiche Tropfsteingebilde und Säle von imposanten Ausmaßen (größte 45 m hoch und 60 m lang). Um all diese Werte zu schützen, wurde die Höhle zum Reservat erklärt. Ein Teil der oberen Korridore ist zur Besichtigung freigegeben (nur mit Führung).
Tschenstochau im Norden Schlesiens gehört nach Lourdes in Frankreich und Fatima in Portugal zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Europas und gilt als geistliche Hauptstadt des polnischen Katholizismus. Die barocke Basilika aus dem 15. Jh. birgt in ihrem Innern das berühmte Gnadenbild der Schwarzen Madonna, alljährlich Ziel von Millionen Pilgern aus dem In- und Ausland.