Das heutige Slowenien hatte schon vor der Besiedlung durch die Slawen eine reiche und abwechslungsreiche Geschichte.
Schon vor über 250.000 Jahren besiedelten die Vorfahren der Menschen das heutige Slowenien. Aus dieser Zeit stammen erhaltene Steinwerkzeuge aus der Höhle in Loza bei Orehek und die älteste Flöte der Welt aus der Höhle Divje babe.
Vor etwa 7000 Jahren entstanden die ersten Pfahlbauten
1000 v. Chr. bis zum 3. Jh. v. Chr.; die bedeutendsten Funde aus dieser Zeit sind die Situla von Vače, die Fürstengräber in Novo mesto und die Ausgrabungen in der Soča-Region.
Im 3. Jh. v. Chr. gründeten die Kelten auf dem Territorium des heutigen Slowenien den ersten Staat namens Regnum Noricum – das Norische Königreich.
Im 2. Jh. v. Chr. bauten die Römer wichtige Straßen, an denen die ersten, bis heute erhaltenden Städte entstanden: Emona (Ljubljana), Celeia (Celje), Poetovio (Ptuj), Castra (Ajdovščina), so wie auch die Nekropole in Šempeter im Savinja-Tal.
Ende des 4. Jh. kam es zum Zerfall des Römischen Reiches. Im 6. Jh. wurde das Gebiet von Slawen besiedelt und im 7. Jh. entstand der erste selbstständige Staat, das Fürstentum Karantanien.
Im 9. Jh. begann die Christianisierung des Volkes und Ende des 10. Jh. während des Feudalismus entstanden die Freisinger Sprachdenkmäler (slow. Brižinski spomeniki), die erste Aufzeichnung in slowenischer Sprache, geschrieben in lateinischer Schrift.
Ab dem 11. Jh. wurden die ersten Klöster als Zentren des Glaubens gegründet. In dieser Zeit entstanden auch mehrere Städte: Kranj und Kamnik (1228), Škofja Loka und Piran (1274), Novo mesto (1365) und Celje (1451), die zu Zentren des Handwerksgewerbes und des Handels wurden. Im 12. und 13. Jh. wurden die Habsburger immer mächtiger und die Küstenstädte wurden Teil der Republik Venedig.
Im 15. Jh. starb das einzige slowenische Adelsgeschlecht die Grafen von Cilli aus und das ganze Gebiet des heutigen Slowenien mit Ausnahme der Küstenstädte kam unter die Herrschaft der Habsburger.
Im 15. und 16. Jh. gab es Türkeneinfälle sowie Aufstände von Bauern (1515 und 1572), die bis zum 18. Jh. anhielten.
1550 - das erste Buch in slowenischer Sprache des Reformators Primož Trubar: Der Katechismus. Jurij Dalmatin übersetzte die Bibel in die slowenische Sprache.
Im 18. Jh., während der Herrschaft der Habsburger Kaiserin Maria Theresia und ihres Sohnes, Joseph II., und besonders in den Jahren 1809–1813, als die Illyrischen Provinzen entstanden, verbesserte sich die Stellung der slowenischen Sprache in den Schulen.
Im Jahr 1848, dem Revolutionsjahr, entstand das erste slowenische politische Programm - die Forderung nach dem sogenannten Vereinigten Slowenien. France Prešeren schrieb "Zdravljica", die heutige slowenische Nationalhymne.
Die Slowenen kämpften an der Seite der Österreich-Ungarischen Monarchie.
1919 wurde die erste slowenische Universität in Ljubljana gegründet. Doch in den Folgejahren verlor Slowenien weite Gebiete im Norden und Westen und 1929 wurde es Teil des Königreichs Jugoslawiens.
Das slowenische Territorium wurde unter Italien, Deutschland und Ungarn aufgeteilt. Nach der Niederlage der Aggressoren 1945 unter der Führung von Marschall Josip Broz–Tito wurde Slowenien eine der sechs Teilrepubliken Jugoslawiens.
1980 kam es zu einer großen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krise, die mit der Zunahme von nationalistischen Parteien in den 90er Jahren zum Zerfall Jugoslawiens führte.
1990 sprachen sich über 88 % der Wähler bei der Volksabstimmung für die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit Sloweniens aus. Die Unabhängigkeitserklärung erfolgte am 25. 6. 1991. Im Jahre 1992 wurde Slowenien Mitglied der UNO.
Am 1. Mai 2004 trat Slowenien der EU bei. Im gleichen Jahr wurde es auch Mitglied der Nato.